Deutscher Wetterdienst
Wetter- und Warnlage für Deutschland
ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale in Offenbach
am Sonntag, 15.02.2026, 05:00 Uhr
Im Süden gebietsweise Schneefall. Verbreitet Frost und Glätte. Heute
Nachmittag von Westen aufkommender neuer Schneefall, in der Nacht
ostwärts vorankommend, im Bergland teils kräftig.
Wetter- und Warnlage:
Die nach Deutschland eingeflossene Polarluft gelangt unter
Zwischenhocheinfluss. In der Nacht zum Montag greift der nächste
Tiefausläufer mit milderer Luft von Westen auf uns über.
SCHNEE/GLÄTTE:
Bis zum Vormittag im Süden und im Erzgebirge Schneefall mit
Neuschneehöhen zwischen 1 und 5 cm. Im Alpenvorland meist 5 bis 10 cm
Neuschnee, am Alpenrand und in den Alpen 10 bis 20 cm Neuschnee (seit
Samstagabend). Sonst gebietsweise Glättegefahr durch überfrierende
Nässe oder geringfügigen Schneefall.
Tagsüber noch streckenweise Glätte. Am späten Nachmittag im äußersten
Westen einsetzender Schneefall. Dort bis zum Abend 1 bis 3 cm
Neuschnee.
In der Nacht zum Montag weiter ostwärts bis nordostwärts
vorankommende Schneefälle, von Westen später in tieferen Lagen wieder
in Regen übergehend. Zuvor häufig 1 bis 5 cm Neuschnee, in den
Mittelgebirgen und in den Alpen teils 5 bis 10 cm, in einzelnen
Staulagen auch bis 15 cm Neuschnee, häufig innerhalb von 6 Stunden.
In höheren Lagen des Schwarzwaldes und im Allgäu (ab etwa 1000 m) 10
bis 20 cm Neuschnee, örtlich auch darüber.
GEWITTER:
Montagfrüh im Westen und Südwesten einzelne kurze Gewitter mit
steifen Böen bis 60 km/h (7 Bft) nicht ausgeschlossen.
WIND/STURM:
Im Laufe des Tages zunehmender Südostwind, zum Abend im westlichen
Bergland und an der Nordsee steife Böen bis 60 km/h (7 Bft), in
exponierten Lagen stürmische Böen bis 70 km/h (8 Bft). In den
Kammlagen des Schwarzwaldes Sturmböen bis 85 km/h (9 Bft).
In der Nacht zum Montag im Südwesten auf Südwest drehender Wind. Dann
im gesamten Bergland und an den Küsten steife Böen bis 60 km/h (7
Bft), in exponierten Lagen stürmische Böen oder Sturmböen bis 80 km/h
(8 bis 9 Bft). In den Hochlagen des Schwarzwaldes und auf den
Alpengipfeln schwere Sturmböen oder orkanartige Böen zwischen 90 und
110 km/h (10 bis 11 Bft).
(teils STRENGER) FROST:
Heute früh im Süden und in der Mitte meist leichter Frost zwischen -1
und -5 Grad, im höheren zentralen Bergland und im Norden oft mäßiger
Frost zwischen -5 und -10 Grad. In Holstein und im nördlichen
Niedersachsen örtlich strenger Frost unter -10 Grad.
Am Sonntag im Norden und Osten sowie in den Mittelgebirgen oberhalb
600 m gebietsweise leichter Dauerfrost.
In der Nacht zum Montag mit Ausnahme einiger tieferer Lagen im Westen
und Südwesten verbreitet leichter Frost bis -4 Grad, im Osten und
Nordosten auch mäßiger Frost bis -8 Grad. Temperatur im Nachtverlauf
teils ansteigend.
Detaillierter Wetterablauf:
Heute früh an den Alpen noch Schneefall, in Südbayern und am
Erzgebirge letzte Flocken. Sonst meist bedeckt, im Norden und
Nordwesten klar. Tagsüber im Süden weiterhin meist bewölkt, auch an
den Alpen nachlassender Schneefall. In der Mitte und im Norden
zunächst bei nur wenigen Wolken teils länger sonnig. Später
zunehmende Bewölkung und am späten Nachmittag im äußersten Westen und
Südwesten aufkommender Schneefall. Höchstwerte im Norden und Osten -2
bis +1 Grad, sonst 0 bis 6 Grad. Schwacher bis mäßiger, am Nachmittag
im Westen stark böig auffrischender Wind aus Süd bis Südost, im
westlichen Bergland und auf den Nordseeinseln exponiert teils
stürmische Böen.
In der Nacht zum Montag im Osten und Nordosten noch länger
aufgelockert oder klar, später auch dort Wolkenverdichtung. Von
Westen und Südwesten nordostwärts über die Mitte sich ausbreitende
Schneefälle. Im Westen und Südwesten in den Niederungen in der
zweiten Hälfte der Nacht Übergang in Regen, einzelne Gewitter
möglich. Gebietsweise erhöhte Glättegefahr! In der Südhälfte
Windböen, im höheren Bergland stürmisch. Tiefstwerte +5 Grad am
Oberrhein und bis -9 Grad in Ostvorpommern.
Am Montag unter Abschwächung bis in den Nordosten vorankommende
Schneefälle. Auch im übrigen Land vielfach stärker bewölkt und nur
selten Sonne. Dazu wiederholt Schauer, teils auch kurze
Graupelgewitter. Nordöstlich des Harzes oft Dauerfrost mit -4 bis 0
Grad. Weiter nach Südwesten milder, am Oberrhein bis +10 Grad. An der
Ostsee frischer und stark böiger Südostwind, exponiert stürmisch. In
der Südhälfte frischer, im Bergland starker West-, Südwestwind mit
Windböen, im höheren Bergland Sturmböen.
In der Nacht zum Dienstag verbreitet schauerartig verstärkte
Niederschläge, im Bergland und im Nordosten durchgängig als Schnee.
Sonst zunächst noch teils Regen, bis zum Morgen allmählich absinkende
Schneefallgrenze. Gebietsweise Glätte. Tiefstwerte in der
Südwesthälfte +5 bis 0 Grad und weiter windig, im Bergland stürmisch.
In der Nordosthälfte 0 bis -6 Grad.
Am Dienstag im Nordosten einzelne Schneeschauer. Sonst häufig Regen
oder Schnee, in Nordweststaulagen länger anhaltende Schneefälle, an
den Alpen auch kräftig. Östlich der Weser meist leichter Dauerfrost,
sonst 1 bis 6 Grad. Im Süden und Westen mäßiger bis frischer, im
Bergland in Böen stürmischer West- bis Nordwestwind.
In der Nacht zum Mittwoch meist abklingende Niederschläge und
gebietsweise Auflockerungen. Tiefstwerte -2 bis -8, in Rheinnähe um 0
Grad.
Am Mittwoch wechselnd bis stark bewölkt und vor allem in der
Nordosthälfte einige Schneeschauer. Im Südwesten aufkommender
Schneefall, in tieferen Lagen rasch in Regen übergehend. Dazwischen
gebietsweise trocken. Höchstwerte zwischen -1 Grad in Vorpommern und
8 Grad am Hochrhein. Überwiegend schwacher, in der Osthälfte auch
mäßiger Wind um Nordwest.
In der Nacht zum Donnerstag in der Nordhälfte vielfach klar oder
gering bewölkt. Im Süden gebietsweise Regen, zur Mitte hin
Schneefall. Temperaturrückgang auf +4 Grad im Südwesten und bis -10
Grad im Nordosten.
Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach, Dipl.-Met. Peter Hartmann